Das ist es gewesen!
Der Dezember ist die Zeit des Jahres, an dem sich wieder viele zum gemeinsamen bloggen mit Judith Peters im live treffen, um an ihrem Jahresrückblick zu schreiben. So habe ich es auch schon in den Jahren zuvor getan, Stift und Papier genommen und dann losgeschrieben, das Jahr 2025 Revue passieren zu lassen. Nur in diesem Jahr gibt es einen kleinen aber feinen Unterschied, das gemeinsame Schreiben bis zur Veröffentlichung sind diesmal nur 4 Tage - vom 27.12. - 31.12.2025.
Oh ja, und jährlich grüßt das Murmeltier!
Und schon wieder ist ein Jahr dahin. Die Zeit rauscht in jedem Jahr schneller, so habe ich das Gefühl. Es ist die Realität, doch fühlt es sich an, wie aus einer Geschichte, einem Märchen, das von der verschwundenen Zeit handelt. Zeit ist ja selbst wie ein altes Märchenwesen: mal trödelt sie, mal rennt sie davon, und manchmal bleibt sie einfach stehen und lauscht.
Auch in modernen Märchen spielt Zeit eine Rolle. In Fantasieerzählungen (z.B. von Robert Jordans Reihe: The weel of time/ Das Rad der Zeit) gibt es z.B. den alten bärtigen Mann, der schon uralt ist, und seit Anbeginn der Zeit einen immerwährenden Faden auf ein Rad dreht. auch Michael Ende hatte immer wieder das Thema Zeit in seinen Büchern, in der Unendlichen Geschichte, oder z.B. in Momo.
Dornröschen verschläft 100 Jahre, und so manch eine Figur darf in der Hölle oder bei anderen Mächten Zeit verbringen.
Doch nun schauen wir auf einen klitze kleinen Zeitabschnitt aus meinem Leben. 2025, es ist vergangen, manchmal schnell und manchmal zog sie sich wie ein alter Kaugummi, doch im Rückblick betrachtet, so dauerte es nur einen Wimpernschlag lang und schon ist es dahin.
Inhaltsverzeichnis
- Statistiken sind wichtig
- Das Neujahrskonzert
- Märchengespräche
- Nun bin ich 65 Jahre alt
- Ich habe gewonnen
- Der neugierige Spatz
- Beharrlichkeit zahlt sich aus
- Japanisch essen und Besuch von einem guten Freund
- Märchen zwischen Matratzen und Meeresrauschen
- Diverse Radtouren
Es ist schon sehr intressant, zu sehen, was so die Zahlen hergeben. Ich habe mich eigentlich früher nie so mit Zahlen und Daten befasst.
Alle "naselang" wird in den Sozialen Netzwerken etwas verändert, angepasst, erlaubt oder nicht mehr erlaubt.
Doch die eigene Seite ist da doch schon sehr viel freier. Und doch werden auch hier Daten erhoben. Darum gibt es ja auch die Datenschutzgrundverordnung, in der die dazugehörigen Vorschriften geschrieben stehen. Nun ja, ich habe mit Freuden vermerkt, das meine Seite recht gut dazustehen scheint.
Es ist intressant zu sehen, wie viele Menschen meine Seite besucht haben gerade zu Begin des Dezembers. Denn da begann ein neuer Adventskalender. Die anfänglich 33 Besucher sind dann leider auf ca. 10 am Tag zurückgegangen. Allerdings ist zu beobachten, das die Neugierde auf meinen Adventskalender gegen Ende November die Besucherzahlen haben ansteigen lassen.
Ich freue mich, das es doch einige Märchenfreunde gibt. In 2026 werde ich in lockeren Abständen meine Zahlen beobachten, doch ich werde mich nicht davon stressen lassen.
Es gibt einen oft zitierten Satz, dessen Ursprung aber nicht historisch klar zuzuordnen ist und dennoch hat ihn jeder schon einmal gehört:
Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast
Das Neujahrskonzert 2025
Das Neujahrskonzert kam zwar erst am 12.01.2025, doch es war ein schöner Nachmittag und Abend. Meine Schwester sammelte und ein und wir fuhren gemeinsam nach Ritterhude bei Bremen. Es war ein kalter Tag. Die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel und der Restschnee knirschte unter unseren Füssen. Das Bremer Kaffeehaus-Orchester spielte auf zur Champagnerlaune. Die Mitglieder des BREMER KAFFEEHAUS-ORCHESTER sind:
Constantin Dorsch, Violine 🎻
Klaus Fischer, Flöten, Klarinetten, Saxophon 🎷
Gero John, Cello 🎻
Machiko Totani, Klavier🎹
Anselm Hauke, Kontrabass 🎻
Es war das 14. Neujahrskonzert des Bremer-Kaffeehaus Orchesters (nachzulesen auf der Seite der
Gemeinde Ritterhude).
Nachdem wir alle einen Platz unsere Wahl an den langen Tischen gefunden hatten, wurden auch schon die Kaffee und Kuchenbestellungen aufgenommen. Das Klappern der Löffel und das angeregte Gemurmel im Saal verstummte, als die Künstler auf der Bühne erschienen. Man konnte die Spannung der Zuhörenden spüren, womit werden sie beginnen.
Sie begannen mit dem Donauwalzer und endeten mit dem Radetzky-Marsch als Zugabe. Dazwischen gab es ein buntes Programm mit Liedern von Duke Ellington, Glen Miller, aber auch Klassikern von Johann Strauß und Sebastian Bach oder auch Vivaldi. Es gab Musik aus dem 21 Jahrhundert und bei manchen Klängen, wie dem "Chattanooga Choo Choo" wippten die Füße von ganz alleine mit, so wie bei den Beatles, Sting, oder Deep Purple.
Zwischen den Liedern gab es auch eine Art Comedy-Programm mit lustigen, aber auch zeitkritischen Texten.
Dazu wurden wir mit leckerem Kuchen und Kaffee und Tee sowie kalt Getränken bewirtet.
Alles in allem ein schöner Start in das neue Jahr.
Märchengepräche
Märchengespräche wurde von der Märchen und Geschichtenerzählerin Bettina von Hanffstengel ins Leben gerufen.
In der Corona-Zeit konnten wir uns ja nicht persönlich treffen. Auch sind die Märchenerzählerinnen in ganz Deutschland verteilt, so ist der allmonatliche Live-Treff über "Senfcall" eine sehr gute Idee. Hier erzählt reihum immer eine/ einer der Teilnehmenden ein oder auch 2 kurze Märchen. Danach sprechen wir über diese Geschichte. Es ist immer sehr unterschiedlich, was dabei herauskommt. Natürlich ist es kein Dogma, sondern eine lockere Unterhaltung. Auch die Teilnehmerzahl variiert. Dich interessieren auch Märchen? Du hast Lust mal dabei zu sein, dann sende deine Frage an Bettina von Hanffstengel bei info@wilde-schwaene.de.
Märchen, davon gibt es so viele wie Sandkörner an einem Strand. So werden uns die Themen so schnell nicht ausgehen. Es ist auch sehr erbaulich, wenn man über eine eben gehörte Geschichte spricht. Da hören nun 5 Menschen die gleichen Worte, doch es bleiben andere bei jedem "hängen".
Alt – was heißt das denn schon?
Gut , offiziell bin ich jetzt Rentnerin.
Alt – was heißt das schon?
Oje, habe ich mich wiederholt? Tja, das tun alte Menschen nun mal. Ich darf nun quasie gesellschaftlich anerkannt „tüttelig“ werden oder sein. Juhu, kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich mal wieder stundenlang meine Schlüssel, die Brille oder mein Portmonee suche.
Ich gehöre zu den sagenumwogenen Babyboomern. Ganz offiziell darf ich jetzt zurückschauen.
Lustig, es fallen mir meine Gedanken ein, wenn damals jemand zu mir als Kind oder Jugendliche, sogar noch als junge Frau und Mutter diesen Satz sagte: Also, zu meiner Zeit, da war es aber anders.
Sofort bekam ich so ein Augenrollen und ein Gedanke schoss mir durchs Hirn – oh, nein, nicht schon wieder! -
Oh je, und nun bin ich 65.
Meine Gedanken an diese Zeit: Ja, ich wuchs auf in Zeiten, die man heute nur noch in Geschichten findet, die Oma noch wusste und meist mit den Worten beginnen: Damals in meiner Jugend …
Nun gehöre ich auch zu den Omas, die Geschichten von früher erzählen und dabei diesen Ausdruck in den Augen bekommen.
Nun bin ich schon 65 Jahre auf dieser schönen Welt.
Ich sage bewusst, schöne Welt, denn ich wuchs in Frieden und Freiheit auf. JA, sagt nun der eine oder die andere Lesende dieses Beitrags, es war doch nicht alles so super.
Wirklich? Es war eine unbeschwerte Zeit, in der ich aufwuchs. Sogar die Jahreszeiten waren intensiver und ausgeprägter als heutzutage. Wir hatten echte Freunde, denn es gab weder Handy noch Internet. Was haben wir gemacht? Wir liefen zur Schule bei Wind und Wetter, kein Mama Taxi brachte uns bis vor das Schultor. Dafür spielten wir kriegen, kickten Steine oder Dosen den Weg entlang und lachten viel. Ja, wir dachten uns Geschichten aus, sprachen über dies und das, wir machten Dinge gemeinsam.
Morgens gingen wir zur Schule und am Nachmittag spielten wir draußen. Es gab kein Überwachungstool, das den Eltern immer zeigt, wo sich das spielende Kind gerade aufhält, stattdessen gab es Absprachen, an die man sich hielt. Und an sonsten gab es Telefonzellen, doch dafür benötigten wir Münzen. Ein Anruf kostete ganz früher für eine unbegrenzte Dauer 20 Pfennig. Doch dann erfanden findige Leute den Minuten und gar den Sekunden Takt, nachdem dann das Geld nachgeworfen werden musste. Ach ja, aber zu Beginn meiner Schulzeit hatte noch nicht jeder Haushalt ein Telefon. Wir gehörten zu den Glücklichen, da mein Papa das Telefon beruflich brauchte. So kamen schon mal Anrufe für die Nachbarn bei uns an.
In Vegesack, so heißt der Stadtteil Bremens, in dem ich aufwuchs ging es lebendig zu.
Es gab sogar ein Kino, mehrere Freibäder und in jedem Stadtteil eine Bücherei sowie Jugendhäuser.
Es machte besonders viel Spaß am Töpferkurs und an der TanzAG teilzunehmen.
Es klingt befremdlich in mancher Ohren, doch wir hatten Respekt, vor älteren Menschen, unseren Eltern, Lehrern oder Erwachsenen im Allgemeinen. Wir haben uns nicht an anderer Leute Eigentum vergriffen. Ja, wir haben sogar älteren Menschen geholfen und sind aufgestanden in Bus und Bahn.
Tja, die gute alte Zeit..
Wo ich schon einmal dabei bin, welches Wetter gab es am Tag meiner Geburt, dem 13.02.1960 und an diesem 13.02. 2025
Das ist spannend, in den Wetter-Archiven zu stöbern, um zu schauen, welche Naturereignisse vielleicht am Geburtstag geherrscht haben.
Wenn di auch einmal Lust dazu hast :
https://chroniknet.de/historisches-wetter/bremen/13.2.1960
du möchtest auch hier einmal selber schauen? Hier kannst du es tun: https://www.wetter2.com
Na, da sind doch gewisse Ähnlichkeiten. Ich bin ein Wintermädchen. Ich liebe es, wenn es draußen knackig kalt ist, Raureif auf Bäumen und Gräsern liegt und der Atem kleine Wölkchen erzeugt. Es gibt nichts schöneres als an einem sonnigen kalten Tag warm eingepackt, mit Mütze, Handschuhen und Schal spazieren zu gehen.
Auch Schnee ist ein faszinierender Stoff.
In den zurückliegenden 6 1/2 Jahrzehnten ist viel geschehen. Aber mein Leben ist so umfangreich, da muss ich wohl mal ein Buch schreiben - (hihi)
Und mein runder Geburtstag?
Gab es eine große Feier? Nein, aber eine kleine süße mit meiner Mama und meiner Schwester in meinem kleinen Lieblings Café, dem kleinen gemütlichen
Café Törtchen.

Ich habe gewonnen
Seit der Corona Zeit nehme ich regelmäßig an Coating und Lehrgängen teil. Auch stöbere ich seit damals viel mehr im Internet auf Insta oder Facebook. Es gibt dort so viele interessante Menschen, die ihre Videos teilen, ihr Wissen weitergeben oder einfach gute Laune verbreiten. Vielen folge ich inzwischen, lese ihre Beiträge und kommentiere fleißig.
So wurde ich auch auf
die_clementa, Tania Söllner, aufmerksam. Eine tolle Frau, mit unheimlich viel Power und immer einem super sympathischen Lächeln. Sie hat unteranderem ihre Rubrik: „das wollte ich nur mal sagen!“ Sie tourt mit ihrem Programm durch Deutschland. Ich kommentierte und – womit ich niemals gerechnet hatte – ich gewann!! 2 Eintrittskarte für ihre Show in Bremen von : Lache! Lebe! Jetzt!
Ich freute mich wie eine Schneekönigin! Nun, da es recht warm war an diesem Tag im April, machte ich mich schick. Rote Bluse, weiße Hose. Das Theater öffnet im 19:30h um 20:00h geht’s los, frei Platzwahl – die Schlange vor der Tür ist lang. Nun, den Blick auf das Ende der Schlange gerichtet überquerte ich eine Straße, doch … ich fiel! Es lag ein Plastikring auf der Fahrbahn, in den trat ich so unglücklich hinen, das ich mich unvermittelt auf dem Asphalt wiederfand. Der Arm schmerzte, denn er war aufgeschürft und die schöne weiße Hose? Schwarz war sie. Dch die Wartenden sprangen gleich hinzu und halfen mir auf. Ein Taschentuch wurde mir gereicht, damit ich es auf den blutigen Ellenbogen drücken konnte. Na prima! Egal, die Türen wurden geöffnet und die Menschen, die eine Karte gewonnen hatten, insgesamt 6, durften in der ersten Reihe sitzen. Und, ich bekam auch noch ein Treffen mit Tanja (So heißt sie mit bürgerlichem Namen) hinter der Bühne. Da ich ihr täglich morgens folge, so war sie mir sofort nah – doch sie sah mich ja zum ersten mal. Wir sprachen kurz miteinander. Eine sehr besondere Frau. Power pur.
Ihre Show war kurzweilig und hatte auch etwas lehrreiches.
In der Pause entstand dann noch ein Foto von uns zweien.
Der neugierige Spatz macht seinem Namen alle Ehre.
Er schaut links, er schaut rechts –
und dann noch einmal ganz genau.
Tja, was ist das da wohl im Wasser? Mal nachschauen...
Und ich war genau zur richtigen Zeit mit meinem Handy da. Zufall? Ich glaube da nicht dran, es sollte so sein.
Der kleine Kerl hatte gar keine Angst, weder vor mir, der Kamera noch vor den Schildkröten. Im Gegenteil, er hat sie erst einmal genauer untersucht.
Der neugierige Spatz auf der Kröte.
Das Langzeitprojekt startet: Es ist Herbst 2024 und in mir kommt der Wunsch auf, doch endlich wieder einmal eine Reha machen zu wollen, denn schließlich ist meine letzte 2017 gewesen. Tja, die Zeit rennt!
Doch die Mühlen der Krankenkassen mahlen langsam. Da ich einen speziellen großen Wunsch habe, ist mir klar – das wird dauern.
Ich darf ja meine Wünsche äußern, die da waren:
- ans Meer!! Nordsee – Ostsee, egal, Hauptsache Wasser!
- im Sommer, denn ich will im Meer baden
- mit eigenem Schwimmbad
- Massagen und andere Anwendungen
Erst einmal tat sich lange nix. Doch kurz vor Weihnachten endlich ein Brief.
Ja, ihre Reha ist bewilligt
Juhu! es ist Weihnachten!
doch halt:
was stand da?????
vom 17.01. -23.02.2025 in Bad Salzuflen
Nein!! das darf doch nicht wahr sein!!
Seit wann ist der Januar im Sommer? Und geographisch liegt Bad Salzuflen nun mal nicht am Meer!
Ich wollte mich nicht auf einem endlosen Papierkram einlassen, denn ich bevorzuge „den kurzen Dienstweg“. Also Hörer in die Hand und dann ging es los. Die Dame am anderen Ende war freundlich, keine Frage, aber irgendwie war ihr nicht bewusst, das a) Der Januar nicht im Sommer war und b) Bad Salzuflen nicht am Meer lag. Nun sie wolle sich erkundigen und sich erneut bei mir melden.
Ich hatte einige weitere zähe Telefonate vor mir. Endlich, nach gefühlten 2 Std. sagte die Sachbearbeiterin:
Würden sie denn auch an die Ostsee fahren; da haben wir, die Barmer, eine eigene Klinik.
Natürlich wollte ich! Ich wollte ans Meer. Und da an der Nordsee bekanntlich die Kliniken über Jahre ausgebucht sind, nehme ich die Ostsee, außerdem ist da das Wasser immer da.
Geschafft! Nun stand der neue Termin fest: 20.05. - 17.06.2025 in das Ostseebad Prerow und die Klinik liegt nur 5 Gehminuten vom Meer entfernt. Grandios
Ich konnte es kaum erwarten, bis es endlich losgehen konnte.
Das Abenteuer reisen mit der Deutschen Bahn begann am 20.05. um 10:06h
Meinen großen Koffer habe ich vorausgeschickt, so hatte ich „nur“ das Handgepäck.
Die Bahnfahrt verlief unspektakulär, ich bekam überall einen Sitzplatz, die Toiletten funktionierten und es gab keine nennenswerten Verspätungen. Doch kurz vor dem Ziel, da musste ich nun doch fast eine ¾ Std. auf mein Schattel zum Hotel warten. Doch nach weiteren 45 Min. war ich am Ziel.
Mein Koffer war tatsächlich schon da. Das Zimmer war hell, groß und – das ist besser als in einem 5-Sterne-Hotel – es gab eine Fliegentür!! Das war das absolute Highlight!
Nachts bei offenem Fenster schlafen zu können, ohne das Mücken reinkommen können.
Das Meer - Urlaub pur
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Das Meer
Buttonwie auf einer Postkarte,
blauer Himmel, weiße Wölkchen, blaues Meer und weißer feiner Sandstrand
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Meer und Strand
Buttonsoweit das Auge reicht, endlose Weite
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Der Flug der Möwe
ButtonDas Wasser glänzt wie Silber, eine große Möwe saust dahin
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Badefreuden
ButtonSommer, Sonne Strand und Meer, mehr brauch ich nicht zum Glücklichsein
Für mich ist eine Reha nicht nur ein medizinisch notwendige Maßnahme, damit ich körperlich wieder fit werde, nein: es ist wichtig für meine Seele. Es ist Urlaub. Das Meer im Besonderen löst ein Wohlbehagen in mir aus, das mit keiner noch so kostspieligen ärztlichen Anweisung mithalten kann. Der Duft des Wassers, das Rauschen der Brandung, wenn kleine Wellen unaufhörlich an das Ufer schlagen. Ab und zu der Schrei einer Möwe, einfach Erholung pur.
Auch wenn das Wasser der Ostsee zu dieser Jahreszeit noch recht kalt ist, man sagt, sie habe nur so ca. 14 - 15° Grad, so liebe ich es, barfuß am Meeressaum durch den nassen Sand zu laufen und die kleinen Wellen spüren, wie sie meine Füße umspülen.
An den Vormittagen hatten wir Übungen und Anwendungen, die dazu dienten, das wir wieder körperlich fitter werden. Aber an den Nachmittagen konnten wir die Umgebung erkunden. Ich tat das mit einem E-bike. Ich machte so manche Radtour. So habe ich einen Ausflug zum Leuchtturm an der Ostspitze, Leuchtturm Darßer Ort.
Mein Glück war, das es ein verregneter Tag war, so das kaum Menschen in Richtung Leuchtturm unterwegs waren. Ich habe kurzerhand den Weg immer geradeaus genommen und erst am Ende des Waldwegs sah ich einen Wegweiser.
Diverse Radtouren
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Die Nebelkrähe weis den Weg
Buttonoben auf dem Wegweiser sitzt eine Nebelkrähe. Ein recht großes Tier.
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Der Waldweg
ButtonDurch den Regen ist der Boden des Waldweges von Pfützen überseht. Auch ist er an manchen Stellen eng, von Baumwurzeln überwuchert oder steil. Ich bin froh, das ich da allein unterwegs bin.
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Nanu, da sind Fahrräder nicht erlaubt
ButtonDas war lustig, am Ende da stand dieses Schild.
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Das Verbotsschild
ButtonWeg für Radfahrer nicht passierbar!
Das war eine sehr interessante Radtour. Da leider das Cafe´ schon geschlossen hatte trat ich den Rückweg an ohne mich zwischendurch zu stärken. Ich nahm zurück den Weg vorbei an dem riesigen Strandcampingplatz. Dann schaute ich kurz bei der Seebrücke vorbei und ich nutzte den "Radschneeweg auf der Deichkuppe" zurück zur Klinik.
Die bunten Haustüren von Prerow
eine kleine Auswahl
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Auch am nächsten Wochenende holte ich mir ein Fahrrad. Spannend sind die schönen Türen in Prerow. Diese Türen sind auf zahlreichen Postkarten verwirklicht.
Heute ist das Wetter sehr schön. Die Sonne lacht von einem strahlend blauen Himmel und ich hatte gehört, das in der nächst größeren Stadt Zingst auch eine Seebrücke existiert. An diesem Wochenende ist viel los in dieser Stadt. Auf dem Radschnellweg soll man recht schnell dahin kommen. Kleiner Wehrmutstropfen, es gab an diesem Wochenende leider kein E-bike in meiner Größe. Aber das Land ist flach, das Wetter gut und ich habe Zeit. So machte ich mich auf den Weg nach Zingst.
Die Reha schreitet voran. Es fühlt sich an, wie ein sehr schöner Urlaub. Das Meer, die Radtouren, die Gespräche mit den anderen Mitpatienten, und die Übungen, die mal schwierig und mal leicht zu meistern sind. Rundum ein gelungenes Abenteuer.
Doch so oft, wie ich schon in Prerow war, um mir ein Rad auszuleihen, so oft kam ich an einem merkwürdigen Haus vorbei, einem Restaurant. Leider hatte es immer noch nicht geöffnet, wenn ich daran vorbei fuhr.
Von außen macht es nichts besonderes her. Das Dach, nein eigentlich das komplette Restaurant ist von außen verrostet - man nennt es wohl "Shabby shic". So garnicht asiatisch. Doch der Blick auf die Speisekarte lies mich neugierig werden und so reifte der Gedanke: Das nächste Wochenende werde ich dort essen.

Sie hatten eine Terrasse vor dem Haus, zur Straße hin. Doch da erblickte ich den Garten. Das war schon mehr mein Geschmack. So nahm ich im Togao Garten Platz und bestellte mir endlich Sushi. Und es war köstlich.
Das Essen war gut und reichlich. Es war so gut das ich ein paar Tage später mit einem guten Freund, der mich in der Reha besuchte, ebenfalls dort hin zum Essen ging.
so schöne Nachmittage mit einem guten Freund gehen viel zu schnell vorbei. Ich lasse den Abend auf meinem Balkon ausklingen.
Märchen zwischen Matratzen und Meeresrauschen
Die Märchenerzählerin Britta Ogasahara aus Bremen lädt ein
Es hatte sich bis in die oberen Etagen des Klinikums rumgesprochen, eine Märchenerzählerin ist zu Gast. So wurde ich gebeten, einen geselligen Märchenabend für die Klinikbewohner zu organisieren. Das war für mich eine schöne Abwechselung und für meine Zuhörende auch.
Gleich bei meiner Ankunft wurde der Wunsch nach einem Märchenabend an mich herangetragen. Der genaue Zeitpunkt stand aber noch nicht fest. So hatte ich aber genügend Zeit, mir ein Programm auszudenken. Es sollte schon etwas mit der Klinik, einer Kur und der See zu tun haben.
Die Strandspaziergänge , das Plätschern der Wellen und das Geschrei der Möwen gaben mir Inspiration für die Geschichte des grummeligen Petermännchens. Ich erinnerte mich an den Besuch des Meerwasseraquariums in Kiel und an einen seltsamen Fisch, der sein Unwesen im flachen Wasser der Ostsee treibt, ausgerechnet dann, wenn viele Touristen im flachen Wasser baden gehen. Und er guckt doch recht grummelig. Es ist ein höchst giftiger Fisch. Er nennt sich
Petermännchen.
Und schon hatte ich den Stoff für meine kleine selbst erdachte Geschichte vom grummeligen Petermännchen.
Die erste Geschichte war geschrieben. Doch um einen schönen Abend zu gestalten, braucht es noch ein bischen mehr. Also kam mein Notizbuch auch mit an den Strand. Und bald stand ein grobes Konzept, das ich dann mit Frau Anja Wirts besprach und konnte auch ihr Lieblingsmärchen "Des Kaisers neue Kleider" unterbringen.
So habe ich auf den Abend des 12.06.25 hingefiebert. Ja, ich habe auch nach diesen vielen Jahren, in denen ich als Märchenerzählerin vor den unterschiedlichsten kleinen und großen Zuhörenden aufgetreten bin immernoch Lampenfieber. Und doch ist es jedes Mal ein besonderer Moment, der nie gleich ist, doch immer aufregend und schön.
Ein letzter prüfender Blick
Habe ich alles?
Tief durchatmen und dann los auf die Bühne!
Hals und Beinbruch!
Wird schon schiefgehen!
Toi! Toi! Toi!
Zeit für Neues! Jetzt blogge ich auch

























































